Entstehung der Idee (n) ….   Dialekt-Schreibweise

Es begann alles während eines Urlaubs am Iseo-See: wir waren mit dem Fahrrad unterwegs, hörten von irgendwoher Kindergeschrei (was uns ja nun gar nicht stört). Eine Schule hatte Unterrichtsschluss und jede Menge dicke Autos kamen, um die Kids abzuholen – und fast alle mit dicken Schlitten (also SUVs) und meist mit jeweils nur einem Kind drin – also schrieb ich den Text zu  „Alläh im SUV“ mit dem netten Wortspiel „Allä im Suff“ (wie treffend!).

Ein Anfang war gemacht und dann genügte das Aufgreifen alltäglicher möglicher und unmöglicher Situationen und es lief vom Kopf regelrecht in die Schreibhand! Der Spaß am Reimen war wohl schon irgendwie da und in unserem Dialekt fiel das gar nicht so schwer. Nun ist es aber so, dass manchmal Wörter gleicher Bedeutung von Ort zu Ort unterschiedlich „ver(kur)pfälzert“ werden. Daher habe ich mich der Einfachheit wegen „nadiarlisch“ auf den bei mir geprägten Dialekt in Ziegelhausen/Heidelberg konzentriert.

Erwähnenswert scheint mir noch, dass es in Pfalz und Kurpfalz viele sprachliche Gemeinsamkeiten gibt und ich deshalb in manchen Texten nicht unterscheide, ob ich nun den einen oder anderen Namen verwende – wie es halt so vom Reim und von der Silbenanzahl am besten passt. Aus gleichen Gründen habe ich mir auch „erlaubt“, hochdeutsche Formulierungen zu verwenden.

Betreffs der Schreibweise (übrigens viel schwieriger als in hochdeutsch in den PC zu bringen – das Lesen gar ist regelrecht problematisch!) gibt es eigentlich keine Vorschriften (hoffentlich kommt niemand auf die Idee, einen diesbezüglichen Duden zu erfinden…). Es ist daher denkbar, dass meine diesbezügliche Wahl Kritik hervorrufen könnte, die zu ertragen sein wird….

Ein oder zwei seien beispielhaft aufgeführt:  Konsonanten einfach oder doppelt, t oder d oder tt oder dd;  Endungen e oder ä  usw.

Für Nicht-(Kur-)Pfälzer findet man hier auf der website exemplarisch den "TRUMPel"- Text sowie "TRUMPel"- hochdeutsch dazu. Wer also will kann daran „üben“ und sich für weitere Texte etwas „präparieren“!

Hinweis für „Hochdeutsche“: Trampel wird bei uns recht häufig verwendet (aber selten wirklich böse!), für den Herrn Präsidenten habe ich aber keinesfalls Rücksicht genommen… ein Trampel also ist ein (wie ich hörte nicht nur in unserem „Schbroochraum“ verwendetes) Synonym für Tölpel, Tollpatsch, ungelenker Mensch etc. , interessanterweise fast ausschließlich für das männliche Geschlecht…